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Feinreglage nach Alfred Helwig


Unser besonderes System der Feinregulierung fand Inspiration in den historischen Erkenntnissen von Alfred Helwig (1886 – 1974). Dieser war ein herausragender Uhrmachermeister der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte. A. Helwig spezialisierte sich in der Feinregulierung von Uhren und der Wirkungsweise von Tourbillons.

Das von A. Helwig aufgestellte Regulierungssystem wurde bislang noch nicht in einer Armbanduhr angewendet und zeichnet somit unser mechanisches Werk in seinem hohen Manufakturcharakter aus. Im Folgenden soll die Funktionsweise erläutert werden:

Reichertsche Spiralklötzchen

Durch das verdrehen der Spannschraube S (mit angeschnittenem Kopf) wird über die Hebelwirkung der Klötzchen-Feder H eine hohe Anpresskraft F auf das Spiralklötzchen K aufgebaut. Diese Befestigungsart besitzt gegenüber konventionellen Systemen den Vorteil, dass die Spannschraube sich im unteren, massiveren Teil des Unruhklobens befindet. So kann es bei der Montage des Klötzchens nicht zu einer Beschädigung der empfindlichen Unruhwelle oder Spirale kommen, wenn beim Anschrauben Druck auf den Kloben ausgeübt wird. Des Weiteren ist es möglich eine größere Spannschraube einzusetzen, die erheblich mehr Sicherheit gegen versehentliches Abrutschen oder Abbrechen bietet.

Helwegsche Feinregulierung


Die klassische Feinstellvorrichtung, über die Schwanenhalsfeder S, wird durch einen neuen Regulierarm A ergänzt. Dieser besitzt seinen Drehpunkt nicht mehr in der Mitte der Stoßsicherung sondern in einem Lagerpunkt L am Rand des Unruhklobens. Durch die Spannkraft der Schwanenhalsfeder S wird der Arm gegen die Feinregulierschraube F gepresst und somit in Position gehalten. Der Vorteil der sich daraus ergibt, ist die sehr feine Reaktionsfähigkeit dieses Systems, bezogen auf die Verstellung der Regulierschraube F. Die Begründung hierfür liegt in den Reibungskräften der Lagerungsbereiche. Während das Helwegsche System mehr eine Punktreibung besitzt, tritt bei der konventionellen Ring-Lagerung des Rückers R erheblich mehr Reibung auf (rote Bereiche). Dieser Umstand kann dazu führen, dass nur eine ruckhafte oder sogar eine verzögerte Verstellung des Regulierarmes möglich ist, was die überaus empfindliche Feinjustierung der effektiven Spirallänge erschwert.
Der vergrösserte und verlagerte Drehpunktdurchmesser des helwegschen Systems kann durch die Anpassung der Spiralendkurve problemlos ausgeglichen werden. Unsere Werke haben die Theorie von Alfred Helweg bestätigt, da sich sein System feiner justieren lässt und somit zu einem besseren Regulierungsergebnis führt.

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